Eine kurze Visite im Krüger National Park

12/10/2023

Von Louis Trichardt fuhren wir über das Punda Maria Gate in den Krüger National Park und übernachteten auch die erste Nacht im gleichnamigen Punda Maria Camp. Unser Ziel bestand darin, im dritten Anlauf nach Mosambik zu reisen. Eine der besten Möglichkeiten für den Grenzübertritt bietet sich an der Giriyondo Grenze, mitten im Krüger National Park. Für einen Grenzübertritt ist eine Übernachtung zwingend Voraussetzung. So möchten die Behörden den reinen Transitverkehr eindämmen. Wir entschieden uns für drei Nächte im Park, wobei wir zwei davon im Tsendze Rustic Camp verbrachten – mit Abstand unserem Lieblingscamp. Es liegt zudem am nächsten am Grenzübergang und bot sich allein deshalb an.

Der Krüger National Park präsentierte sich nahezu ausgestorben

Wir erlebten einige Überraschungen, die wir so nicht erwartet hatten. Zunächst gab es bei der Buchung ein «promotional special», was dazu führte, dass wir für die drei Nächte im Park kumuliert CHF 27.70 für uns beide zahlen mussten. Was für ein unglaublicher Preis. Zudem erschien uns der Krüger National Park in Bezug auf Menschen wie ausgestorben. Es war überhaupt nichts los. Uns sollte es recht sein. Tiermässig folgte für Guido eine grosse Überraschung. Auf einer Runde im Bereich des Tsendze Rustic Camp sahen wir den ersten grossen Tusker in Südafrika. Dieser Elefantenbulle hatte schön geformte, sehr lange Stosszähne, wie man sie mittlerweile nahezu noch in einigen Ecken Kenias antrifft. Obwohl das Licht nicht mitspielte und die Sonne auf der falschen Seite stand, war Guido glücklich, einen so eindrucksvollen Elefanten beobachten zu können.

Büffel, Löwen und ein Gepard

Wir haben selten so viele Büffel gesehen, wie bei diesem Besuch. Kleine Gruppen, grosse Herden, einzelne Büffel mit Jungen, Gruppen von Dagga Boys – absolut alles war dabei. Die Krönung war eine Herde von mehreren Hundert Tieren, die vor uns die Strasse überquerten und diese für ca. 15 Minuten in Beschlag nahmen.  Ein Roadblock der Sonderklasse.  Dass wir dann noch eine Gruppe von Löwinnen im nahegelegenen Mopane-Wald bei Katzen-Joga entdeckten und einen Gepardenkater auf dem Weg zurück ins Camp sahen, erfüllte uns mit Glück. Der Kurzbesuch war ziemlich ergiebig. Am nächsten Morgen sollte es endlich so weit sein: vor uns lagen vier Wochen Mosambik!

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