4-Länder-Tour: ZIM, Mana Pools NP

Der Transfer von Chitake Springs zum Mana Pools NP dauert knapp 45 Minuten. Wir hatten im Vorfeld nicht gebucht, was aber kein Problem darstellte. Unser bevorzugter Ort in Mana Pools ist das Nyamepi Camp. Hier gibt es so viele Campsites, dass es schon sehr unglückliche Umstände bräuchte, damit wir dort keinen Platz finden würden. Die Lage direkt am Ufer des Sambesi ist einfach überzeugend. Dazu kommt die grosszügige Weite und der regelmässige Tierbesuch. Elefantenbullen, Büffel, Hippos und gelegentlich Eland-Antilopen statten dem Camp immer wieder einen Besuch ab und erfreuen sich an den Früchten der schattenspendenden Bäume.

Abschaffung der Walk-in-Rates in Mana Pools

Auch hier hat Zimparks die Preise für Reisende wie uns drastisch erhöht. Noch 2022 konnten wir ohne Buchung per Walk-in-Rate für 29 USD p. P. in der ersten Linie campen. 2025 wurde diese Regelung abgeschafft und jede Campsite kostet nun pauschal 135 USD für bis zu 6 Personen. Wer mit Freunden reist, übernachtet günstig. Wer jedoch wie wir zu zweit unterwegs ist, für den ist die neue Regelung nachteilig und entspricht einer Preiserhöhung von über 100 %.

Wir buchten das Camp für 4 Nächte. Ab der zweiten Nacht bekamen wir Besuch von einem Reisefreund, der die Tage gemeinsam mit uns verbrachte. Guido freute sich riesig auf Mana Pools. Das ist einer seiner absoluten Lieblingsparks – nirgendwo sonst gibt es diese märchenhaften Stimmungen. Er wünschte sich nichts mehr, als dass wir beim dritten Versuch Boswell zu Gesicht bekommen würden. Das ist der Elefant, der freiwillig auf seine Hinterbeine geht, um die höheren Äste zu erreichen. Er ist eine Legende, und wir haben ihn bisher nie gesehen.

Mana Pools zeigt uns seinen Zauber

Die nächsten Tage genossen wir den Zauber von Mana Pools. Wir hatten Begegnungen am Mana Mouth, am BBC Camp oder in Mucheni. Löwen, Hyänen und Elefanten gehörten zu den häufigeren Sichtungen. Der von uns gebuchte Bushwalk konnte leider nicht an unsere bisherigen Erfahrungen anknüpfen. Nichtsdestotrotz ist es immer wieder ein tolles Erlebnis, sich in Mana Pools zu Fuss zu bewegen. Die Stimmung dort – insbesondere am frühen Morgen – ist einzigartig.

Leider trafen wir Boswell auch dieses Mal nicht. Dafür hatten wir das Glück, ein Rudel Wild Dogs anzutreffen und etwa eine Stunde zu beobachten. Sonja liebt Wild Dogs und freut sich jedes Mal sehr über solche Begegnungen. Dieses Mal war sie leider nicht dabei. Die Begegnung fand am letzten Tag vor der Abreise am Nachmittag statt, und Sonja hatte beschlossen, lieber im Camp zu bleiben. Der Ort, wo Guido die Wild Dogs antraf, lag etwa 45 Minuten vom Camp entfernt. Es hätte also keinen Sinn gemacht, zurückzufahren und Sonja abzuholen.

Über das Mashonaland nach Harare und in die Eastern Highlands

Am nächsten Morgen stand Guido früh auf, versuchte noch einmal zauberhafte Fotos zu schiessen – das Eingangsfoto ist dabei entstanden –, bevor wir dann zusammenpackten und den Nationalpark verliessen. Unser nächstes Ziel war Mutare bzw. die Eastern Highlands, und wir beschlossen, den Weg «hintenrum» abseits der Hauptstrasse zu wählen. Wir fuhren durch die Chewore Safari Area, folgten den ausgewaschenen und abenteuerlichen Wegen bis zum Übergang in die Zivilisation und bewegten uns dann langsam durch das Hinterland, bis wir nach Harare kamen. In Harare übernachteten wir im Casa da Rocha – als Overlander-Unterkunft sehr zu empfehlen –, bevor wir weiter nach Mutare fuhren. Was wir dort erlebten, erzählen wir im nächsten Beitrag.

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