4 Länder Tour – BW, Khwai Concession

Nach einer längeren Pause, die Gründe dafür erläutern wir an anderer Stelle, zogen wir wieder los. Das erste Ziel unserer Tour, die uns vom Busch ans Meer führen sollte, war die Khwai Concession in Botswana. Die Khwai Concession grenzt unmittelbar an das Moremi Game Reserve und ist Teil des Okavango Deltas. Wir hatten vor, uns in der Magotho Campsite einzubuchen. Nachdem wir hinter Gobabis die Grenze von Namibia nach Botswana überquert hatten, kehrten wir im uns bekannten Symponia Guesthouse in Ghanzi ein und kamen einmal in Ruhe in Botswana an. 

Maun, das Tor zum Okavango Delta

Von Ghanzi fuhren wir zwei Tage später nach Maun und stiegen im Audi Camp ab. Wir nutzten die Zeit, um den 20.000er-Service bei Toyota durchführen zu lassen. Zudem stockten wir unsere Vorräte auf und besuchten das Büro des Khwai Development Trust. Dort reservierten wir eine Campsite am Fluss des Maghoto Camps für 5 Nächte. Anders als bei den Camps in den Nationalparks, die regelmässig bereits für 1-1,5 Jahre im Voraus gebucht werden, sind die Community-Campsites wesentlich flexibler. Sie ermöglichen es uns, unsere geliebte Flexibilität beim Reisen beibehalten zu können. Dazu kommt der Fakt, dass wir bei Khwai die doch sehr erheblichen Parkeintrittsgebühren für Moremi sparen konnten und ansonsten keine wesentlichen Nachteile gegenüber einer Übernachtung im Park in Kauf nehmen mussten.

Die Khwai Concession

Um in das Konzessionsgebiet zu gelangen, folgt man zunächst der Strasse, die von Maun ins Moremi Game Reserve führt. Später teilt sich die Strasse, wobei ein Abzweig nach Moremi zum South Gate führt und der andere Teil in den Chobe National Park. Beide Abzweige sind nutzbar, wobei die Moremi-Route eine Parkdurchquerung nötig macht – die Khwai Concession liegt neben dem Moremi North Gate. 

Folgt man der Abzweigung nach Chobe, gibt es nach einer gefühlten Ewigkeit eine Stichstrasse in das Konzessionsgebiet – ohne den Fluss oder Gewässer durchqueren zu müssen. Wir folgten der Chobe-Route und erfreulicherweise wussten die Mitarbeiter vor Ort von unserer Buchung. Uns wurde eine Reserve-Campsite direkt am Fluss zugeteilt. 

Ruhe, Sinnlichkeit und ein kurzes Spektakel

Die Tage waren geprägt von einer ganz wunderbaren Atmosphäre. Wir standen unter einem schattenspendenden grossen Baum, hörten viele Vögel und hatten mit dem Fluss ein Ruhe ausstrahlendes Sujet vor der Nase. Im Normalfall erhielten wir ab dem späten Vormittag Besuch von Elefantenbullen, die gemütlich durch den Fluss wateten und sich das Gras im Fluss schmecken liessen. 

Die Ruhe war allerdings trügerisch. Am dritten Tag, als wir auf der Campsite sassen und die andere Flussseite beobachteten, kam plötzlich ein Impala aus dem Busch geschossen. Es wurde von einem Wild Dog verfolgt. Das Impala hatte augenscheinlich Todesangst, nahm seinen Mut zusammen und sprang in den Fluss. Innerhalb weniger Sekunden schoss ein grosses Nilkrokodil aus dem Wasser und packte das Impala.Nach sehr kurzer Zeit war die Wasseroberfläche ruhig und nichts deutete auf das vorangegangene Geschehen hin. Das Impala kam nie wieder an die Oberfläche und auch vom Krokodil war nichts mehr zu sehen. Sichtlich irritiert starrte der Wild Dog noch ca. 10–20 Sekunden auf den Fluss, bevor er wieder im Busch verschwand. 

Elefanten, Büffel und die Abwesenheit von Katzen

Unsere Tage wurden vom Sitzen am Fluss, einem ausgiebigen Game Drive am Tag – ohne nennenswerte Sichtungen – und dem Genuss von Elefanten- und Büffelherden am Flussufer ausgefüllt.. Im Gegensatz zu unserem Khwai-Besuch 2022, wo die Löwensichtung das absolute Höhepunkt war, mussten wir dieses Mal ohne Katzen auskommen. Nach 5 Nächten unter einem grossartigen Sternenhimmel, fuhren wir wieder zurück nach Maun.

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